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Schleppangeln -

die Vorteile des Schlauchboots richtig nutzen!

 

Das Schleppangeln auf großen Seen sowie insbesondere in den Küsten- und Boddengewässern der Ostsee wurde in den letzten Jahren immer populärer. Ein gewichtiger Grund hierfür ist die Sportbootführerscheinreform (Bundesgesetzblatt Nr. 47 Teil I S. 2102) seit der in den deutschen Gewässern, bis auf Bodensee und Rhein, führerscheinfrei mit bis zu 15 PS gefahren werden darf.

 

Zielfische und Systeme

Beim Schleppangeln angelt ihr gezielt auf größere Raubfische, der Vorteil liegt auf der Hand – mit der richtigen Köderauswahl und Schlepptechnik eliminiert ihr den unerwünschten Beifang auf ein Minimum. Ihr deckt zudem in einer kurzen Zeit eine große Fläche ab und dabei könnt ihr euch einer dauerhaft soligen, guten Köderführung gewiss sein. Die Ausbeute ist somit ergiebiger, als wenn ihr das gleiche Terrain vom Ufer aus beangeln würdet. Nicht zu vergessen, dass ihr vom Ufer nur bestimmte landnahe Bereiche erreichen könnt, wohingegen ihr vom Boot aus den ganzen See als potentielles Fanggebiet nutzen könnt. Wenn ihr in Seen den Hechten nachstellen wollt, seid ihr mit Blinkern und flach laufenden Wobblern gut beraten. Der Köder darf hierbei schneller und auch abrupter geführt werden. Für das Zanderschleppen eignen sich tieflaufende Wobbler und beschwerte Drop-Shot-Systeme, wobei ihr beide Köder mit einer geringeren Schleppgeschwindigkeit zwischen Mittelwasser und Grund führen solltet.

 

Ein Erlebnis, welches sich einer wachsenden Beliebtheit erfreut, ist das Schleppen auf Dorsch und Meerforelle – speziell auf der Ostsee. Hierzu bedarf kein Trollingboot, was von Kopf bis Fuß mit Downriggern ausgestattet ist. Auch mit einem motorisierten Schlauchboot könnt ihr mit mehreren Ruten schleppangeln, wobei ihr natürlich nur mit küstentauglichen Booten unterwegs sein solltet. Als geeignete Schleppköder haben sich tieflaufende Wobbler bewährt. Die Modelle der Marke Rapala laufen beispielsweise auf Tiefen bis zu 10 Meter – ideal um in 11 bis 12 Metern Tiefe knapp über Grund zu schleppen. Eine weitere fängige Methode ist das Benutzen von Tauchscheiben, welche ca. 2 Meter vor dem Köder in die Schnur eingeklippt werden. Die Tauchscheiben ziehen den Köder dann steil nach unten und funktionieren ähnlich wie die Tauchschaufel des Wobblers. Die Auswahl des Rutenmaterials ist Geschmackssache. Die Blanks sollten natürlich nicht zu lang sein – nach unserer Erfahrung sind 2,10 Meter bis 2,40 Meter absolut ausreichend. Aus Wurfgewicht könnte ihr je nach Bedingungen alles zwischen 50 und 150 g verwenden.